Freitag, 25. Oktober 2013

„Made in Germany“ – aus Dischingen

Landrat Thomas Reinhardt besuchte den Produktionsstandort von Varta Consumer Batteries in Dischingen.

Wie beurteilen Unternehmer den Wirtschaftsstandort Heidenheim? Dieser Frage ging Landrat Thomas Reinhardt einmal mehr vor Ort nach und wurde in Dischingen bei Varta Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA von Uwe Knödler (Werkleiter Dischingen), Gerhard Sommerer (Leiter Supply Chain Management Europa), Thomas Markus (Personalleiter Europa) und Ewald Löffler (Betriebsratsvorsitzender) empfangen. Deutlich wurde daran, dass auch die Unternehmensleitung an diesem Austausch sehr interessiert war.

Varta Consumer Batteries gehört mittlerweile zum amerikanischen Konzern Spectrum Brands, unter dessen Dach unter anderen auch die Marken Remington, Rayovac und Russel Hobbs firmieren. Durch die Integration dieser Marken und deren Produkte haben sich viele Synergien, insbesondere in der Distribution und im Vertrieb, ergeben. Jährlich werden in Dischingen etwa 950 Millionen Alkali-Batterien für den Konsumenten produziert. Nachdem einige Wettbewerber die Produktion in Europa bereits aufgegeben und nach China verlagert haben, ist das Dischinger Werk für alkalische Batterien eines von nur noch drei existierenden in Europa.

Das Werk in Dischingen ist hocheffizient mit modernsten Produktionslinien ausgestattet. Dies funktioniert allerdings nur, wenn qualifizierte Mitarbeiter zu höchster Flexibilität bereit sind. Dreischichtbetrieb, 7-Tage-Woche, Arbeitszeitkonten und die Bereitschaft von Teilzeit-Beschäftigten nach Bedarf Produktionsspitzen aufzufangen sind nur einige Instrumente dabei. Großen Wert legt die Firmenleitung auf die Feststellung, dass dies alles mit eigenen flexiblen Arbeitsverträgen und Arbeitszeitmodellen ohne Zeitarbeitsfirmen gelingt.

Bei der Fachkräftegewinnung hat die Firma noch keine Probleme, da sie als attraktiver Arbeitgeber gilt. Nicht zuletzt hieraus resultiert auch die hohe Zufriedenheit mit dem Standort Dischingen. Dies drückt sich auch in langen Betriebszugehörigkeiten und einem guten Lohnniveau gegenüber anderen Branchen aus. Dem relativ hohen Anteil älterer Arbeitnehmer steuert die Firma durch gezielte Personalpolitik, wie zum Beispiel die Erhöhung der Ausbildungsquote, entgegen. Bei einem Personalzuwachs von fast 10 Prozent im vergangenen Jahr, der durch eine Ausweitung der Produktion möglich wurde, tun sich hier Möglichkeiten auf.

Deutlich wurde bei dem Besuch, dass produzierende Betriebe dieser Art ein perfektes Produkt immer noch besser machen müssen und dies bei ständiger Produktivitätssteigerung, um im harten Wettbewerb am Markt bei hohem Preisdruck bestehen zu können. Landrat Reinhardt bedankte sich nach dem Besuch: „Sie haben uns sehr informativ über globale Unternehmensstrukturen, Märkte und Herausforderungen informiert. Sie zeigen dass marktführende Unternehmen am Standort Landkreis Heidenheim erfolgreich produzieren können. Ich werde Sie sehr darin unterstützen, dass Sie sich auch künftig an diesem Standort wohlfühlen.“

Bildunterschrift v.l.n.r.: Landrat Thomas Reinhardt, Betriebsratsvorsitzender Ewald Löffler, Personalleiter Europa Thomas Markus, Leiter Supply Chain Management Europa Gerhard Sommerer und Werkleiter Uwe Knödler.