Freitag, 25. Oktober 2013

Landräte fordern Lückenschluss

B 492: Fehlendes Teilstück zwischen Hermaringen und Brenz soll ausgebaut werden.

Die Landräte Thomas Reinhardt (Landkreis Heidenheim) und Leo Schrell (Landkreis Dillingen) kämpfen gemeinsam für den Lückenschluss der Bundesstraße 492 zwischen Brenz und Hermaringen und haben sich nun in Schreiben an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann gewandt. Ziel ist eine baldmöglichste Einleitung des Planfeststellungsverfahrens und die Sicherstellung der Finanzierung der voraussichtlich rund 5,6 Millionen Euro teuren Maßnahme.

Die Bundesstraße 492 stellt die überregionale Verbindung zwischen der Autobahn A 7 und der B 16 bei Gundelfingen/Bayern dar. Seit der Fertigstellung der Umfahrung von Brenz und Obermedlingen im Juli 2012 kann die Verbindung zwischen B 16 und A 7 ohne Ortsdurchfahrten befahren werden. Doch die B 492 endet nach der Umfahrung von Brenz und beginnt wieder mit der Umfahrung von Hermaringen. Das etwa 1,7 km lange „Zwischenstück“ besteht aus der jetzigen Landesstraße 1167. Dieses Zwischenstück ist gekennzeichnet durch eine ungünstige Streckenführung, einen unterdimensionierten Fahrbahnaufbau und gravierende Fahrbahnschäden. Aufgrund der damit verbundenen Unfallgefahren musste bereits vor Jahren eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h festgelegt werden. Trotzdem ist nach wie vor eine Unfallhäufung zu verzeichnen.

Der RE-Entwurf für den Lückenschluss zwischen Hermaringen und Brenz hat bereits am 11.01.2011 den „Gesehen-Vermerk“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erhalten. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens war ursprünglich bereits für Mitte 2011 in Aussicht gestellt. „Leider ist dies bis zum heutigen Tag nicht erfolgt“, betonen die Landräte Reinhardt und Schrell. Dabei sei es sicher auch „nicht im Interesse der Landes- oder der Bundesregierung, wenn eine grenzüberschreitende Bundesstraße innerhalb von Baden-Württemberg auf einem kurzen Abschnitt über eine unfallträchtige und sanierungsbedürftige Landesstraße führt“. Gemeinsam wollen Reinhardt und Schrell die für die Landkreise Heidenheim und Dillingen äußerst wichtige Maßnahme nun vorantreiben und setzen dabei nicht nur auf die Unterstützung der Minister Ramsauer und Hermann, sondern auch auf die ebenfalls angeschriebenen Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus der Region.