Freitag, 25. Oktober 2013

Fast 450 000 Euro für die Feuerwehren

Das Regierungspräsidium Stuttgart fördert das Feuerwehrwesen im Land-kreis Heidenheim in diesem Jahr mit 322 200 Euro für fünf von sieben an-gemeldete Maßnahmen. Hinzu kommt eine pauschale Summe für die Feuer-wehren in Höhe von insgesamt 127 234 Euro.

Der aktuelle Mittelzuweisungsbescheid gilt für folgende Maßnahmen: Giengen-Burgberg wird bei der Erweiterung des Feuerwehrhauses (Gesamtkosten: rund 258 000 Euro) mit einem Gesamtbetrag von 45 000 Euro unterstützt. In Giengen wird zudem eine Drehleiter (Gesamtkosten: 700 000 Euro) angeschafft, der bewilligte Zuschuss beträgt 244 000 Euro. In Sontheim und Heidenheim-Großkuchen werden neue Mannschaftstransportwagen (Gesamtkosten: 60 000 Euro in Sontheim, 55 000 Euro in Großkuchen) mit jeweils 12 000 Euro bezuschusst. Eine Mittelzuweisung von 9200 Euro wurde zudem für einen Prüfstand in der Zentralen Atemschutzwerkstatt in Heidenheim (Gesamtkosten: rund 23 000 Euro) bewilligt. Nicht berücksichtigt wurden bei der diesjährigen Förderung ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug in Herbrechtingen und ein Mannschaftstransportwagen in Königsbronn. „Letztes Jahr wurden bei uns im Landkreis alle Maßnahmen auf der eingereichten Prioritätenliste gefördert, aber das hängt von der Höhe des Fördertopfes ab und ist eher die Ausnahme“, sagt Maria Pelger, Leiterin des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Heidenheim. Im Normalfall würden die nicht bedachten Maßnahmen dann aufs kommende Jahr verschoben.

Jährlich zu Jahresbeginn wird eine Prioritätenliste vom Kreisbrandmeister erstellt, der zuvor die eingereichten Maßnahmen der Kommunen bewertet. Die Liste wird vom Landratsamt beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht, etwa Mitte des Jahres steht die aktuelle Mittelzuweisung fest. Die einzelnen Maßnahmen würden entweder mit Festbeträgen - etwa für bestimmte Fahrzeuge - gefördert, oder es gibt eine Anteilsfinanzierung von maximal 40 Prozent.

Zusätzlich erhalten die Städte und Gemeinden im Landkreis für ihre Feuerwehren eine Pauschale vom Land, gemessen nach den aktiven Feuerwehrangehörigen. In diesem Jahr beträgt die Gesamtsumme 127 234 Euro.

„Die Förderung ist wichtig, denn sie trägt dazu bei, dass die Gemeinden in ihre Feuerwehren investieren können“, betont Maria Pelger und erklärt, dass auch der Landkreis seinen Beitrag zum Feuerwehrwesen leistet. So würden etwa Sonderfahrzeuge für den überörtlichen Einsatz, beispielsweise für größere Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistung, zur Beseitigung von Gefährdungen im Umweltbereich sowie zum Nachschub von Gerätschaften und Ausrüstungsgegenständen vom Landkreis beschafft und stehen den Gemeinden zur Verfügung.

Der Landkreis ist zudem zuständig für die Abwicklung der Förderanträge und -bewilligungen, zahlt die Mittel aus und überwacht die Umsetzung der Maßnahmen. Wird die zuwendungsfähige Maßnahme nicht innerhalb von acht Monaten begonnen, wird der Zuwendungsbescheid, soweit keine triftigen Gründe für die Verzögerung vorliegen, unwirksam.