Freitag, 25. Oktober 2013

Fairer Landkreis

Die Landkreisverwaltung Heidenheim befindet sich mitten im Bewerbungsverfahren um das Fairtrade-Siegel.

Die fünf Mindestkriterien wurden vor kurzem erfüllt und dementsprechend reicht die Verwaltung nun ihre Bewerbung beim TransFair e. V. ein. Mit dieser Auszeichnung wäre der Landkreis Heidenheim der erste Landkreis in Baden-Württemberg, der sich dem fairen Handel verschrieben hat.

„Durch unser Handeln auf lokaler Ebene wollen wir Verantwortung übernehmen und versuchen, die Welt ein wenig besser zu machen“, so Landrat Thomas Reinhardt.
Erstes Kriterium für eine Bewerbung um das Fairtrade-Diegel ist ein Grundsatzbeschluss des Kreistages, der im Landkreis Heidenheim am 29.04.2013 gefasst wurde. Seitdem bietet die Landkreisverwaltung bei allen Kreistagssitzungen und sonstigen Sitzungen fairen Kaffee und Tee an. Um ein weiteres Kriterium zu erfüllen wird die Fairtrade-Lenkungsgruppe der Stadt Heidenheim auf den Landkreis ausgeweitet. Sie hat sich in dieser Zusammensetzung schon zweimal im Juni und im Juli getroffen.
Landkreisweit werden Fairtrade-Produkte in mindestens 43 Geschäften und zwölf Gastronomiebetrieben angeboten sowie in drei Schulen, acht Vereinen und 23 Kirchengemeinden, womit die weiteren Kriterien erfüllt werden. Die Landkreisverwaltung schließt sich mit der Bewerbung den Großen Kreisstädten Heidenheim und Giengen an, die bereits mit dem Siegel ausgezeichnet wurden.
Das Siegel für Fairtrade-Towns garantiert, dass der Faire Handel durch Gremienbeschlüsse unterstützt und Fairtrade-Produkte bevorzugt werden. Im Mittelpunkt der Initiative stehen rund 1,2 Millionen Produzenten aus Afrika, Lateinamerika und Asien, die vom gesiegelten Fairen Handel profitieren. Fairer Handel steht für faire Preise, soziale Arbeitsbedingungen, langfristige Handelsbeziehungen und Schutz der Umwelt. Ausbeutung durch Zwangs- oder Kinderarbeit ist verboten.

Weitere Infos: www.fairtrade-towns.de


Quelle: TransFair e. V.