Donnerstag, 21. November 2013

Fünf Landesstraßen auf der Prioritätenliste

Landkreis Heidenheim verzeichnet Teilerfolg bei Straßenbauplänen

Das Land hat Straßenbauvorhaben nach Dringlichkeit sortiert und eine Maßnahmenliste aufgestellt. Bei den Landesstraßen sind fünf Projekte aus dem Landkreis Heidenheim dabei, wobei zwei neu aufgenommen wurden. „Ein wichtiger gemeinsamer Teilerfolg für den Landkreis und die Kommunen“, betont Landrat Thomas Reinhardt, der nun besonders mit Blick auf die bereits geplante Ortsumfahrung Heuchlingen für eine zügige Umsetzung eintreten will.

Schon 2012 standen die Ortsumfahrung Heuchlingen (L1164), der Ausbau der Landesstraße 1083 zwischen Heidenheim und Giengen und die Bahnübergangsbeseitigung in Sontheim (L 1170) auf der Entwurfsliste des Landes für die Landesstraßen. Nun liegt die Prioritätenliste für den Zeitraum zwischen 2015 und 2025 vor. Demnach hat gerade die Ortsumfahrung Heuchlingen, die mit hoher Priorität bewertet wurde, gute Chancen für eine zeitnahe Umsetzung. Zumal der Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens schon gestellt wurde und voraussichtlich bereits Anfang kommenden Jahres die Pläne für die Öffentlichkeit ausliegen werden. Landrat Reinhardt fordert mit Blick auf die mit rund 2,7 Millionen Euro vom Land veranschlagte Ortsumfahrung Heuchlingen, dass sie nun in den noch aufzustellenden Investitionsplan für die nächsten fünf Jahre aufgenommen wird. Reinhardt: „Dieses Vorhaben muss umgesetzt werden - und das so bald wie möglich.“
Der Straßenausbau zwischen Heidenheim und Giengen ist mit veranschlagten Kosten von 3,27 Millionen, die Bahnübergangsbeseitigung Sontheim mit Kosten von 3 Millionen Euro im Maßnahmenplan aufgeführt.

Besonders erfreut ist der Landrat darüber, dass neben den drei bereits im Entwurf aufgenommenen Vorhaben nun zwei weitere Projekte im Maßnahmenplan stehen: die Bahnübergangsbeseitigung Giengen (L 1083) und die Bahnübergangsbeseitigung Niederstotzingen (L 1168). „Jeder Bahnübergang ist eine potenzielle Unfallgefahr, deshalb ist es wichtig und richtig, dass diese beiden Vorhaben dabei sind“, so Reinhardt. Besonders, nachdem das Vorhaben in Giengen bereits im Generalverkehrsplan 1995 enthalten war und nun - „nach deutlichem Hinweis von unserer Seite“ - wieder aufgenommen wurde. Die Bahnübergangsbeseitigung in Giengen mit Kosten von rund fünf Millionen Euro sei gleichzeitig ein erster möglicher Baustein für eine Südumgehung Giengen.
Auch die Bahnübergangsbeseitigung Niederstotzingen (veranschlagte Kosten: 7,5 Millionen Euro) ist gleichzeitig wesentlicher Bestandteil einer geplanten Ortsumfahrung. Reinhardt: „Für uns war unverständlich, warum diese Maßnahme nicht schon im Entwurf enthalten war. Deshalb ist es erfreulich, dass unserer nachdrücklichen Forderung nach Aufnahme in den Maßnahmenplan nun entsprochen wurde.“ Er rechne fest mit der Beseitigung der Bahnübergänge bis spätestens 2025. „Wir setzen darauf, dass das Land mit Blick auf das Gefährdungspotenzial der Bahnübergänge rasch daran arbeitet, die angekündigten Projekte umzusetzen“, so der Landrat.

Dass die Zahl der berücksichtigen Vorhaben im Maßnahmenplan Landesstraßen nun von drei (von ursprünglich 125) auf fünf von 123 Projekten angestiegen ist, sieht Reinhardt als positives Signal. „Es besteht überall Handlungsbedarf im Straßenbau - umso wichtiger ist es darauf zu achten, dass der ländliche Raum in den Maßnahmenplänen nicht hinten runter fällt“, so der Landrat, der klare Vorstellungen vom weiteren Vorgehen des Landes hat: „Jetzt müssen Taten folgen. Für uns heißt das: Baldige Realisierung der Umfahrung Heuchlingen und Forcierung der Planungen für die weiteren Projekte durch das Land.“

Während in den Planungen für den Landesstraßenbau Verbesserungen erreicht werden konnten, sind die Wünsche des Landkreises für die Bundesstraßen weiterhin offen. Der angemeldete Ausbau der B 466 zwischen Heidenheim und Söhnstetten mit Ortsumfahrung wurde nicht in die Prioritätenliste des Landes für den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. „Wir haben uns für den Ausbau bis an die Kreisgrenze eingesetzt, leider ohne Erfolg. Das ist bedauerlich, aber wir sind froh, dass zumindest der Innenstadttunnel Heidenheim auf der Liste steht“, so Reinhardt. Allerdings wurde das Projekt Innenstadttunnel als nachrangig eingestuft, dementsprechend ist nur langfristig mit einer Realisierung zu rechnen.