Bio-Musterregion Landkreis Heidenheim
mit angrenzenden Gemeinden des Ostalbkreises

Der Landkreis Heidenheim ist zusammen mit fünf angrenzenden Städten und Gemeinden im Ostalbkreis (Bartholomä, Essingen, Heubach, Neresheim und Oberkochen) Anfang 2018 vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz als eine von vier Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg anerkannt worden.

Der Ökolandbau kann in der Region auf eine lange Tradition zurückblicken: 1929 entstand mit dem biologisch-dynamisch bewirtschafteten Talhof in Heidenheim einer der ersten Bio-Höfe weltweit, 1991 wurde mit dem Kornkreis eine der ersten Bio-Erzeugergemeinschaften gegründet. Während in den vergangenen Jahren die Anzahl der konventionellen Betriebe abnahm, stieg die Zahl der Bio-Betriebe deutlich. Die ökologisch bewirtschaftete Fläche im Landkreis Heidenheim macht inzwischen mit ca. 3.088 ha etwa 11 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus, rund 10 Prozent (59 Betriebe) der insgesamt fast 600 landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis arbeiten nach den Prinzipien des Ökolandbaus. In den fünf angrenzenden Städten und Gemeinden im Ostalbkreis gibt es weitere vier ökologisch wirtschaftende Betriebe, die insgesamt etwa 220 ha bewirtschaften.
In einer intensiven Vorbereitungsphase mit Vertretern aus der gesamtem Wertschöpfungskette von Bio-Lebensmitteln, der Städte und Gemeinden sowie der Anbauverbände hat der Landkreis Heidenheim mit seinen Partnerkommunen ein Konzept für die Bio-Musterregion erstellt. Zu den Zielen gehört insbesondere, die einzelnen Akteure in den Sektoren Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung besser zu vernetzen, die Vermarktung von bioregionalen Produkten über die Direktvermarktung hinaus zu stärken sowie das Bewusstsein für den ökologischen Landbau und ökologische Lebensmittel zu schärfen. Hierbei soll schon in den Kindergärten und Schulen angesetzt werden. Diese und zahlreiche weitere Maßnahmenvorschläge werden gemeinsam mit den regionalen Akteuren priorisiert. Die Bio-Akteure der Musterregion treten hierbei keineswegs in Konkurrenz zur konventionellen Landwirtschaft, vielmehr enthält das Konzept auch Bausteine, von denen konventionelle Betriebe ebenfalls profitieren können.
In einem ersten Schritt wird nun das Regionalmanagement der Bio-Musterregion aufgebaut, das mit einem Zuschuss von 75 Prozent für eine Stelle und Sachkosten vom Land für mindestens drei Jahre unterstützt wird.


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