UNESCO-Welterbenominierung: Höhlen der ältesten Eiszeitkunst im Lone- und Achtal

Vor etwa 40.000 Jahren ereignete sich auf der Schwäbischen Alb ein gewaltiger Sprung in der kulturellen Entwicklung des Menschen. Der eiszeitliche Mensch begann, figürliche Darstellungen von Tieren und Menschen sowie die ersten Musikinstrumente zu erschaffen. Weltweit einzigartige Funde in Höhlen im Ach- und Lonetal zeugen heute vom Ursprung von Kunst und Musik auf der Schwäbischen Alb.

Die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb wurden Anfang 2016 von der Bundesrepublik Deutschland für die Aufnahme in die Welterbeliste nominiert, mit einer Entscheidung ist im Juli 2017 zu rechnen. Zu den Fundstätten der Eiszeit gehören im Lonetal die Vogelherdhöhle (bei Niederstotzingen, Landkreis Heidenheim) sowie die Höhlen Hohlenstein und Bockstein (Alb-Donau-Kreis). Im Achtal (Alb-Donau-Kreis) gehören die Höhlen Hohle Fels, Geißenklösterle und Sirgenstein dazu.

Bislang sind in den Höhlen mehrere Flöten und über 50 figürliche Kunstobjekte gefunden worden, darunter auch das Mammut vom Vogelherd, das in dem die Vogelherdhöhle umgebenden Archäopark Vogelherd ausgestellt ist, die Venus vom Hohle Fels (ausgestellt im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren) und der Löwenmensch aus dem Hohlenstein Stadel (ausgestellt im Ulmer Museum).

Funde aus den Höhlen im Lone- und Achtal sind zudem im Museum der Universität Tübingen und im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart ausgestellt.

Weitere Informationen zu den einzigartigen Funden und den außergewöhnlichen Fundorten gibt es unter www.welt-kultursprung.de.

Weitere Infos, Broschüren und einen Kurzfilm zu den Höhlen der ältesten Eiszeitkunst gibt es zudem unter www.iceageart.de.



Mammut vom Vogelherd.
Foto: Universität Tübingen, Hilde Jensen