Entwässerungspläne der Gemeinden

In einem Allgemeinen Kanalisationsplan (AKP) werden alle Kanäle in einem Ortsentwässerungsnetz planerisch erhoben und sowohl lageplanmäßig, als auch im Längenschnitt zeichnerisch dargestellt.

Der AKP regelt zudem die erforderliche Dimensionierung bzw. Mindestleistungsfähigkeit aller Kanäle durch hydraulische oder hydrodynamische Berechnungen.
Das Planwerk wird durch die Kommune als Anlagenbetreiber bindend vorgeschrieben und hat in der Regel Laufzeiten von 20 bis 25 Jahren. Details zur Benutzung der Kanäle werden in kommunalen Abwassersatzungen festgeschrieben. Hier kann zum Beispiel enthalten sein, dass jeder Grundstückseigentümer selbst für den Einbau von Sicherungsanlagen gegen einen Rückstau aus dem Ortsnetz verantwortlich ist und welche Stoffe von einer Einleitung ausgeschlossen sind.

In dieses Planwerk werden auch alle zukünftigen Bauentwicklungen aus dem aktuellen Flächennutzungsplan einer Kommune entwässerungstechnisch berücksichtigt!

In den AKPs können weiter auch Regen- und Abwasserbehandlungsanlagen integriert sein.

Eine Neuaufstellung wird üblicherweise erforderlich, wenn sich die Einwohnerentwicklung in den letzten 25 Jahren verändert hat, durch Ausweisung von neuen Baugebieten und durch Feststellung von hydraulischen Engpässen in der bestehenden Kanalisation.

Im Landkreis Heidenheim erfolgt die notwendige Überarbeitung, Neuberechung und Fortschreibung üblicherweise mit den erhöhten rechnerischen Anforderungen (Qkrit30) für Wasserschutzgebiete.