Wirtschaftliche Jugendhilfe

Die Aufgabe der wirtschaftlichen Jugendhilfe besteht darin, Jugendhilfemaßnahmen für junge Menschen nach dem Sozialgesetzbuch - Achtes Buch (SGB VIII) - verwaltungsrechtlich und finanziell umzusetzen.

Es werden nach Ermittlung des individuellen Bedarfs des jungen Menschen Leistungen für pädagogische, therapeutische und sonstige Hilfen in ambulanter, teilstationärer und stationärer Form gewährt.
Die Ermittlung des Jugendhilfebedarfs erfolgt durch den Allgemeinen Sozialen Dienst.

Zusätzlich werden Anträge auf ganze oder teilweise Übernahme des Teilnahmebeitrages für den Besuch einer Kindertageseinrichtung (Kindergarten oder Hort) und sonstige Anträge auf Kindertagesbetreuung (z. B. Tagespflege) bearbeitet.

Bei einer teil- oder vollstationären Unterbringung des Kindes oder des Jugendlichen außerhalb des Elternhauses wird die Kostenbeteiligung der jungen Menschen und ihrer Eltern unter Berücksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse überprüft.
Zusätzlich werden bei einer so genannten Fremdunterbringung auch sonstige Ersatzleistungen wie z. B. Waisenrenten zur teilweisen Deckung der Kosten übergeleitet.

Nach Ermittlung des individuellen Bedarfs und bei Vorliegen der Voraussetzungen werden beispielsweise folgende Jugendhilfeleistungen gewährt (Aufzählung nicht abschließend):

  • Betreuter Umgang (§ 18 Absatz 3 SGB VIII)
  • Gemeinsame Wohnformen für Mütter/Väter und Kinder (§ 19 SGB VIII)
  • Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen (§ 20 SGB VIII)
  • Geldleistungen bzw. Zuschüsse in der Kindertagesbetreuung (Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege) (§§ 22 ff. SGB VIII)
  • Erziehungsbeistand (§ 30 SGB VIII)
  • Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII)
  • Erziehung in einer Tagesgruppe (§ 32 SGB VIII)
  • Vollzeitpflege (§ 33 SGB VIII)
  • Heimerziehung (§ 34 SGB VIII)
  • Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche (§ 35a SGB VIII)
  • Hilfe für junge Volljährige (§ 41 SGB VIII)
  • Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen (§ 42 SGB VIII)