Fördergelder für 2020 aus dem Europäischen Sozialfonds im Landkreis Heidenheim

Projektanträge können bis 30. September 2019 eingereicht werden.

Dem Landkreis Heidenheim stehen für das Jahr 2019 aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) ungebundene Mittel in Höhe von 105.500 Euro im Rahmen der regionalisierten Förderung für Projekte zur Verfügung. Wofür genau diese Mittel eingesetzt werden, entscheidet der regionale ESF-Arbeitskreis. Entsprechend der aktuellen Situation im Landkreis Heidenheim und ausgerichtet am Operationellen Programm hat dieses Expertengremium die ESF-Arbeitsmarktstrategie für 2020 beschlossen und spezifische Ziele mit Zielgruppen festgelegt.

Demnach können Projekte zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht sind, gefördert werden. Als Zielgruppe wurden hier SGB-II-Langzeitarbeitslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen festgelegt, SGB II-Arbeitslose unter 25 Jahren sowie SGB II-Arbeitslose ohne verwertbaren Berufsabschluss, Frauen im SGB II, insbesondere Ausländerinnen, alleinerziehende Frauen, Frauen in Teilzeit. Männer und Frauen sollen entsprechend ihres Anteils an diesen Zielgruppen berücksichtigt werden. Der Projekterfolg wird durch die Veränderung der individuellen Profillage gemessen.

Ein weiterer Förderschwerpunkt ist die Vermeidung von Schulabbruch und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit. Dabei werden niedrigschwellige, individuelle Angebote und Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse an Haupt-, Werk-, und Gemeinschaftsschulen, die von Schulversagen und/oder Schulabbruch bedroht sind, gefördert. Als Zielgruppe in diesem Förderschwerpunkt wurden Schüler mit und ohne Migrationshintergrund im Übergang von der Schule zum Beruf bis zum 25.Lebensjahr, insbesondere Schulabbrecher, festgelegt.

Für die Förderung im Rahmen des ESF gilt der Grundsatz, dass die Querschnittsziele Gleichstellung von Männern und Frauen, Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden müssen. Ebenso ist ein hoher Innovationsgehalt der Maßnahmen gewünscht.

Der ESF gewährt keine Vollfinanzierung von Maßnahmen, sondern beteiligt sich in der Regel mit bis zu 50 Prozent an den Gesamtkosten eines Vorhabens (Kofinanzierung). Die restlichen Mittel steuern der Projektträger oder andere private bzw. öffentliche Finanzierungsquellen bei.
Die Projektförderung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses als Anteilsfinanzierung gewährt. Der Fördersatz soll mindestens 35 Prozent, höchstens 50 Prozent betragen. Die Kofinanzierung muss mit den Antragsunterlagen nachgewiesen werden. Die förderfähigen Gesamtkosten betragen bei Bewilligung in der Regel mindestens 30.000 Euro. Die planmäßige Zahl der Teilnehmenden liegt bei mindestens zehn Personen je Vorhaben.

Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts sowie (teil-)rechtsfähige Personengesellschaften. Ausgeschlossen von einer Antragstellung sind Behörden des Bundes und der Länder, Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, natürliche Personen und nicht rechtsfähige Personenvereinigungen.

Projektförderanträge können bis spätestens 30. September 2019 (Ausschlussfrist) eingereicht werden. Dies ist ausschließlich mit dem webbasierten ELAN Antragsverfahren möglich. Zugang zu ELAN und weitere Informationen hierzu sowie zum ESF und der neuen Förderperiode, insbesondere die Auswahlkriterien für Projekte, sind unter www.esf-bw.de zu finden. Es wird darum gebeten, eine Mehrfertigung des Förderantrages bei der Geschäftsstelle ESF Landkreis Heidenheim einzureichen.

Die Arbeitsmarktstrategie 2020 mit Details zur Analyse der Ausgangslage und weitere Informationen zum ESF sind unter den nebenstehenden Publikationen zu finden.

Für Fragen und weitere Informationen steht Stephanie Geiger, Geschäftsstelle des Europäischen Sozialfonds im Landratsamt Heidenheim, unter Tel. 07321/321-2563 zur Verfügung.