Blindenhilfe / Landesblindenhilfe

Blinde und hochgradig sehschwache Menschen, die das erste Lebensjahr vollendet und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Baden-Württemberg haben, erhalten zum Ausgleich der durch die Blindheit bedingten Mehraufwendungen und Benachteiligungen eine Landesblindenhilfe.

Die Landesblindenhilfe wird auf Antrag gewährt. Der Antrag kann beim Landratsamt oder im Rathaus der Wohngemeinde gestellt werden. Heimbewohner stellen ihren Antrag in dem Landratsamt oder Rathaus, in dessen Bereich sie vor der Heimaufnahme wohnhaft waren.

Der Anspruch auf Landesblindenhilfe / Blindenhilfe kann nicht übertragen, verpfändet oder gepfändet werden. Er ist nicht vererblich.

Blindenhilfe nach § 72 Sozialgesetzbuch XII

Ist das Einkommen und Vermögen des Anspruchsberechtigten nicht ausreichend, kann ein ergänzender Anspruch auf Blindenhilfe nach § 72 SGB XII bestehen.
Die Zahlung der Landesblindenhilfe ist unabhängig von der Blindenhilfe nach § 72 SGB XII.

Der Blinde bzw. sein gesetzlicher Vertreter hat jede Änderung der Tatsachen, die für die Gewährung der Landesblindenhilfe bzw. der aufstockenden Blindenhilfe nach § 72 SGB XII maßgebend sind, unverzüglich dem Landratsamt mitzuteilen.