Hilfe zur Pflege im häuslichen Umfeld (ambulante Pflege)

Das Team Hilfe zur Pflege ist zuständig für Pflegebedürftige, die nicht in Pflegeheimen untergebracht werden müssen, sondern in Ihrem häuslichen Umfeld verbleiben können.

Zur Sicherstellung der häuslichen Pflege tritt die Sozialhilfe bei Bedürftigkeit mit ergänzenden Leistungen ein, falls die Leistungen der Pflegekasse nicht ausreichen.

Um die häusliche Pflegebereitschaft aufrecht zu erhalten, erhält der Leistungsberechtigte 1/3 des Pflegegeldes, um Angehörige oder nahestehende Personen, die dem Leistungsberechtigen helfen, zu entschädigen.

Außerdem zählen zu den Leistungen der häuslichen Pflege z. B.:

  • Essen auf Rädern
  • Hausnotruf
  • Haushaltshilfe
  • etc.

Ist bei Erkrankung oder Ausfall der Pflegeperson eine kurzzeitige stationäre Pflege geboten, kann das Sozialamt die Kosten für die Verhinderungspflege übernehmen.

Voraussetzungen

  • Wohnort im Landkreis Heidenheim
  • Es liegt mindestens Pflegegrad 2 vor
  • Pflegesachleistungen der Pflegekasse sind voll ausgeschöpft
  • Vollstationäre Unterbringung soll vermieden werden
  • Einkommen und Ersparnisse reichen zur Begleichung der Pflegekosten nicht aus

Hinweis

Personen, die keiner Pflegekasse angehören, können einen Antrag auf die Ermittlung des Pflegegrades beim Sozialamt stellen. Der Sozialhilfeträger gibt dann selbst ein Gutachten beim medizinischen Dienst der Pflegekasse in Auftrag.

Verfahrensablauf

Sie können telefonisch um die Zusendung eines Antrags bitten. Der zuständige Sachbearbeiter wird Ihnen alle erforderlichen Unterlagen zuschicken.
Die ausgefüllten Formulare und die erforderlichen Nachweise können Sie uns anschließend per Post zurückschicken oder Sie vereinbaren einen Termin zur Abgabe der Unterlagen.

Vermögensfreigrenzen

Das Vermögen der Pflegebedürftigen ist zu großen Teilen geschützt. So muss z. B. ein selbstbewohntes Haus, in dem der Ehegatte des Pflegebedürftigen verbleibt, nicht zum Bestreiten der Pflegekosten verwendet werden.

Auch sofort verfügbares Erspartes, wie z. B. Guthaben auf Sparbüchern und Girokonten, ist in gewissem Umfang geschützt:
Für den Pflegebedürftigen sind dies zurzeit 5.000,00 € und für den Ehegatten weitere
5.000 €, also insgesamt 10.000 € verbleibendes Vermögen.