Teilstationäre Pflege

Wenn die häusliche Pflege nicht ausreichend sichergestellt werden kann oder wenn eine Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist, können Pflegebedürftige Leistungen der Pflegekasse zur teilstationären Unterbringung erhalten. Dies sind z.B. Leistungen zur Tages- oder Nachtpflege.

Die dafür erforderlichen Kosten, die durch die Pflegekassen ausnahmsweise nicht abgedeckt werden, können vom Sozialamt übernommen werden, wenn dadurch eine vollstationäre Unterbringung vermieden und dem Pflegebedürftigen das Verbleiben im bisherigen Umfeld ermöglicht werden kann.

Dabei berücksichtigt der Sozialhilfeträger die besondere Lebenslage der Hilfe suchenden Betroffenen, indem das Einkommen nur nach Maßgabe schützender Einkommensgrenzen eingesetzt werden muss.

Soweit häusliche Aufwendungen erspart werden (z.B. durch Ernährung in der Einrichtung), kann abweichend davon auch der Einsatz von Einkommen unterhalb dieser Grenze verlangt werden.

Voraussetzungen

  • Wohnort im Landkreis Heidenheim
  • Vorliegen einer Pflegeeinstufung der Pflegekassen
  • Pflegesachleistungen der Pflegekasse sind voll ausgeschöpft
  • vollstationäre Unterbringung soll vermieden werden
  • Einkommen und Ersparnisse reichen zur Begleichung der Pflegekosten nicht aus

Hinweis

Personen, die keiner Pflegekasse angehören, können einen Antrag auf Pflegeeinstufung beim Sozialamt stellen. Der Sozialhilfeträger gibt dann selbst ein Gutachten beim medizinischen Dienst der Pflegekassen in Auftrag.