Umtausch in EU-Karten-Führerschein

Voraussetzungen
Verfahrensablauf
Erforderliche Unterlagen
Gebühren
Hinweise und Tipps

Sie besitzen einen grauen oder rosafarbenen Führerschein und möchten oder müssen diesen in einen EU-Kartenführerschein umtauschen, weil Ihr Führerschein nicht mehr lesbar ist, das Lichtbild herausgefallen ist, Sie nach Vollendung des 50. Lebensjahres Fahrzeugkombinationen bis 18,5 Tonnen fahren möchten, Sie aus beruflichen Gründen eine Fahrerkarte benötigen, Sie einen Internationalen Führerschein oder eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung beantragen möchten.

Obwohl seit dem 01.01.1999 nur noch Führerscheine im Scheckkartenformat hergestellt und ausgegeben werden, besteht keine Umtauschpflicht für Sie. Ihr bisheriger Führerschein gilt im Umfang seiner inhaltlichen Regelung bis zum 19.1.2033 weiter. Dieser Grundsatz gilt auch für alle EU-Länder.

Ein verdecktes „Verfallsdatum“ steckt dennoch in Ihrem grauen oder rosafarbenen Führerschein. Hierauf möchten wir Sie aufmerksam machen. Mit Erreichen des 50. Lebensjahres endet die Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen der alten Klasse 2 und von Lastkraftwagen der alten Klasse 3 bezüglich der besonderen Zugkombination bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 18,5 Tonnen. Möchten Sie auf diese einst erworbenen Rechte nicht verzichten, dann müssen Sie Ihren alten Führerschein in einen EU-Kartenführerschein umtauschen. Vorsicht ist hier allemal geboten, weil Sie eine Straftat begehen, wenn Sie mit Ihrem alten grauen oder rosafarbenen Führerschein nach Vollendung Ihres 50. Lebensjahres solche Kraftfahrzeuge oder Zugkombinationen im öffentlichen Straßenverkehr führen.

Wir dürfen Ihnen darüber hinaus empfehlen, dass Sie Ihren alten Führerschein in einen EU-Kartenführerschein umtauschen sollten, sofern Sie in der Land- und Forstwirtschaft tätig und im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse 3 sind. Sie erhalten bei der Umstellung ohne weitere Voraussetzungen auf Antrag die Fahrerlaubnis der Klasse T.


Voraussetzungen

Die Fahrerlaubnis wird Ihnen für die jeweils beantragte Klasse umgestellt, wenn Sie

  • Ihren ordentlichen Wohnsitz im Inland haben (siehe unter Hinweise/Tipps)
  • zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet sind
  • keine in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erteilte Fahrerlaubnis dieser Klasse besitzen

Verfahrensablauf

Den Umtausch Ihres alten Führerscheines auf einen EU-Kartenführerschein können Sie persönlich bei der Fahrerlaubnisbehörde beantragen. Vergessen Sie bitte nicht, Ihren Personalausweis oder Reisepass sowie alle benötigten Unterlagen für die jeweils umzustellende Klasse mitzubringen.

Die Herstellung Ihres neuen Führerscheines durch die Bundesdruckerei dauert durchschnittlich drei bis vier Wochen. Sobald dieser bei uns eingetroffen ist, werden Sie von uns umgehend benachrichtigt.


Erforderliche Unterlagen

Für die Umstellung Ihrer Fahrerlaubnisklassen

  • vollständig ausgefüllter und unterschriebener Antrag
  • 1 biometrisches Lichtbild, das den Bestimmungen der Passverordnung entspricht
  • Ihren bisherigen Führerschein im Original


und zusätzlich ab dem 50. Lebensjahr für die Umstellung der alten Klasse 2 auf die Klasse CE und von Lastkraftwagen der alten Klasse 3 bezüglich der besonderen Zugkombination bis einem zulässigen Gesamtgewicht von 18,5 Tonnen auf die Klasse CE79

  • Bescheinigung über die Anforderungen an das Sehvermögen
  • Bescheinigung über ärztliche Untersuchung

Gebühren

Umtausch des nationalen Führerscheines in einen EU-Kartenführerschein     24,00 €

Bei Inanspruchnahme weiterer Leistungen kann sich die Gebühr dementsprechend erhöhen.


Hinweise und Tipps

Sie haben Ihren ordentlichen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, wenn Sie aus persönlichen und/oder beruflichen Bindungen während mindestens 185 Tagen im Jahr dort wohnen.

Sie benötigen grundsätzlich Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass mit Anmeldebestätigung.

Wir benötigen von Ihnen eine schriftliche Vollmacht, wenn Sie nicht selbst zur Fahrerlaubnisbehörde kommen können, um Ihren Führerschein abzuholen. Achten Sie bitte darauf, dass sich die von Ihnen bevollmächtigte Person mit Personalausweis oder Reisepass ausweisen kann.

Sie müssen grundsätzlich Ihren alten grauen oder rosafarbenen Führerschein im Original bei der Fahrerlaubnisbehörde abgeben, wenn Sie Ihren neuen EU-Kartenführerschein erteilt und ausgehändigt bekommen. Möchten Sie diesen als Andenken behalten, dann können Sie ihn entwertet mit nach Hause nehmen.