Schweinepest

Allgemeines zur Schweinepest:

Bei der klassischen Schweinepest (KSP) handelt es sich um eine hoch kontagiöse, virusbedingte Tierseuche mit schneller Ausbreitungstendenz, die in den Schweinebeständen zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen kann.
Das frühe Erkennen der KSP wird durch die oft schwache Ausprägung des klinischen Bildes im Anfangsstadium erschwert, so dass insbesondere der Seuchenprophylaxe ein hoher Stellenwert zukommt. Grund für Ausbrüche waren meist ungenügend erhitzte Lebensmittelabfälle. Die Kontrolle des Waren- und Reiseverkehrs sowie die Einhaltung der Schweinehaltungshygiene-Verordnung sind daher von großer Bedeutung. Jährliche klinische Untersuchungen einschließlich der Entnahme von Blutproben in Risikobeständen (Schweine) werden standardmäßig zur Seuchenprophylaxe gegen die KSP durchgeführt. Für die Überwachung der Wildtiere müssen pro Kreis im Rahmen eines Monitorings jährlich eine bestimmte Anzahl Proben von Wildschweinen untersucht werden, die von Jägern entnommen und eingeschickt werden. Außerdem besteht für gefallene Wildschweine Untersuchungspflicht.
Das Regierungspräsidium Stuttgart hat eine Allgemeinverfügung zur veterinärbehördlichen Anordnung von Untersuchungen gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 der Verordnung zum Schutz gegen die Schweinepest erlassen. Die amtliche Bekanntmachung erfolgte in der örtlichen Presse (HNP und HZ) am 26.07.2007.
Die afrikanischen Schweinepest (ASP) ist ebenfalls eine Virusinfektion, die Haus- und Wildschweine betreffen kann, und ist klinisch nicht von der KSP zu unterscheiden. Bisher ist diese Seuche in Deutschland glücklicherweise nicht aufgetreten. Die anhaltende Ausbreitung in Russland und die Endemie auf Sardinien erhöhen jedoch die Gefahr der Einschleppung in die EU. Im Juni 2013 kam es zum ersten Ausbruch der ASP nicht weit der polnischen Grenze.

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