Neobiota

Die in Deutschland eingewanderten invasiven Pflanzenarten nennt man Neophyten, die Tierarten Neozoen. Will man die beiden Gruppen zusammenfassen, sind es Neobiota. Um einen Überblick über die vorherrschende Situation im Landkreis zu bekommen, sammelt die untere Naturschutzbehörde alle Standort-Daten über Neophyten. Diese werden anschließend an die zuständigen Stellen (Gemeinden, Privatbesitzer) weitergeleitet, wodurch die Bekämpfung der nicht heimischen Arten realisiert wird.

Die auf der Schwäbischen Alb am häufigsten vorkommenden Pflanzenarten und die möglichen Bekämpfungsmaßnahmen werden hier aufgelistet.

Steckbriefe der verschiedenen Neophyten Arten
Steckbrief vom Orientalischen Zackenschötchen

Beifußblättrige Ambrosie - Ambrosia artemisiifolia
-     Systematisches Ausreißen der Ambrosiapflanzen mit der Wurzel vor der Blüte, am besten im Juni (Handschuhe und Mundschutz tragen)
-     Mehrmalige Mahd bei größeren Beständen
ð     Pflanzen verbrennen oder in den Restmüll; nicht kompostieren und nicht in die Biotonne

(Bild folgt)
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Riesen-Bärenklau - Heracleum mantegazzianum
-     Verursachen bei Berührung schwere Hautverbrennungen
-     Abstechen der Wurzel
-     Abschneiden des Samenstandes wenn die Mitteldolde schwere, grüne Samen ausgebildet hat (Anfang bis Mitte Juli)
-     Mehrmalige Beweidung bei größeren Beständen
-     Fräsen des Bodens durch Traktorfräse in Kombination mit einer Einsaat von schnell und dicht wachsenden Gräsern
-     Mahd ist nur wirksam, wenn sie im Abstand von 1 bis 2 Wochen über eine Vegetationsperiode hinweg geschieht über mehrere Jahre hinweg
-     Einsatz von Herbiziden mit systematischer Wirkung Ende Mai / Anfang Juni

(Bild folgt)
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Riesen-Knöterich - Fallopia sp.
-     Japanischer Knöterich (Fallopia japonica) mit 1 bis 2 Metern Höhe und Sachalin-Knöterich (Fallopia sachalinense) mit 2 bis 4 Metern Höhe
-     Beschattung durch Gehölze
-     6-7 malige Mahd pro Jahr über mehrere Jahre hinweg
-     Ganzjährige Beweidung mit Schafen und Ziegen
-     Abdeckung des betroffenen Bereichs durch eine schwarze Teichfolie
-     Kombination von mechanischer und chemischer Bekämpfung

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Indisches Springkraut - Impatiens glandulifera
-     Ausreißen der Pflanzen vor der Samenreife, Pflanzen abräumen
-     Mähen oder Mulchen beim Auftreten der ersten Blüten (Ende Juli), Schnitt möglichst tief, Mähgut abräumen
ð     Über mehrere Jahre ð
ð     Bei Fließgewässern am Oberlauf beginnen


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Kanadische Goldrute - Solidago canadensis
-     1. Samenreife verhindern – 2. Schwächung bzw. Zerstörung des Rhizoms
-     Zweimalige Mahd vor der Bildung der Rhizomknospen (Ende Mai) und vor der Blüte (August) über mehrere Jahre
-     Auf feuchten Standorten und ebenem Gelände: Mulchen im Mai und Mähen im August
-     Schnitt und anschließende Abdeckung mit schwarzer Folie
-     Auf trockenen Standorten: Schnitt gefolgt von Bodenbearbeitung bei heißer trockener Witterung

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Orientalisches Zackenschötchen - Bunias orientalis
-     Mehrfache (>2) Mahd beginnend Anfang Juni bis Anfang September
-     Mahd stets deutlich vor Samenreife; bei Gefahr von Nachreife der Samen sichere Entsorgung (z.B. Müllverbrennung)
-     Gezielter Herbizideinsatz ausschließlich mit Tupfstäben und Rückenspritzen

(Bild folgt)