Artenschutz

Viele unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten sind durch diverse Ursachen gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Um die wildlebenden Arten zu erhalten, werden sie durch das Washingtoner Artenschutzabkommen (WA), die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH), die Vogelschutz-Richtlinie, sowie durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt. So ist es verboten, wildlebenden Tieren und Pflanzen nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Auch dürfen die Fortpflanzungs- oder Ruhestätten nicht beeinträchtigt werden. Der Schutz bei besonders oder streng geschützten Arten ist noch umfassender. Die wildlebenden streng geschützten Tierarten und die europäischen Vogelarten dürfen nicht erheblich gestört werden. Genauso wenig wie wild lebende besonders geschützte Pflanzenarten gesammelt oder ihre Standorte beschädigt werden dürfen. Um diese Vorschriften einhalten zu können, muss bei jedem Eingriff in die Natur geprüft werden, ob heimische Arten betroffen wären. Des Weiteren entstehen manchmal Konflikte zwischen besonders oder streng geschützten Arten und dem Menschen. Hier kommen unsere ehrenamtlichen Artenschutzbeauftragten zum Einsatz, die Aufklärungsarbeit und Maßnahmen zur Konfliktminderung leisten. Für andere konfliktträchtige Tier- und Pflanzenarten gibt es hier eine Aufstellung mit Ansprechpartnern.

Titel: Biberburg bei Dischingen
Abgelegt unter: M:\Verfahren - Sonstige\2016\Dischingen\16 - Egau Renaturierung südlich Dischingen

Allerdings gibt es noch weitere Gründe für den Rückgang der Artenvielfalt in unseren ausgeprägten Kulturlandschaften. Eingewanderte, invasive Spezies konkurrieren mit der angepassten heimischen Flora und Fauna und breiten sich dabei mehr und mehr aus. Die Bekämpfung dieser schädlichen Arten ist, vor allem in Schutzgebieten, eine immer wichtigere Aufgabe der Grundstückseigentümer, der Förster und der Landschaftspfleger. Hier gibt es eine Übersicht der häufigsten Pflanzenarten und Hinweise zu den jeweiligen Bekämpfungsmöglichkeiten. Darüberhinausgehende Informationen erteilt der Landschaftserhaltungsverband oder der nebenstehende Ansprechpartner.