Jagd und Wild

Das Bundesjagdgesetz regelt das Jagdrecht, das untrennbar mit dem Eigentum an Grund und Boden verbunden ist. Zugleich verpflichtet es zur Hege, die das Ziel hat, einen den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten Wildbestand zu erhalten und dessen Lebensgrundlage zu sichern.
Angepasste Wildbestände zeichnen sich durch bessere Lebensbedingungen für die einzelnen Tiere aus. Zudem wird Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen und im Wald entgegengewirkt. Die Jagd ist ein wesentlicher Bestandteil der naturnahen Waldwirtschaft. Ohne Jagd würden viele Baumarten wie Ahorne, Eichen oder Tannen kaum auf natürlichem Weg ohne Schutzmaßnahmen aufwachsen, da sie stark dem Verbiss durch Rehwild ausgesetzt sind. Das Ziel von naturnahen, standortgerechten Mischwäldern wäre somit nur schwer zu erreichen. Die Jäger erbringen somit einen wichtigen ökologischen Beitrag. Neben den genannten Effekten der Jagd wird selbstverständlich mit dem Wildbret auch ein absolut hochwertiges Lebensmittel gewonnen, da das Wild in natürlicher Umgebung ohne Medikamente und Kraftfutter aufgewachsen ist.

Regelmäßige Verbissgutachten geben Aufschluss über die Wildpopulation und die notwendige Abschusshöhe.

Wildunfälle

Der Lebensraum Wald wird häufig durch Straßen zerschnitten. Entlang von Autobahnen sind immer häufiger Grünbrücken zu sehen, über die das Wild gefahrlos auf die andere Seite kommt. Meistens muss das Wild jedoch ohne Querungshilfe über die Straße. Vor allem im Frühjahr und im Herbst wechseln die Tiere, wenn sie auf Nahrungssuche sind, häufig in der Dämmerung die Straßenseiten. Das Gefahrenzeichen „Achtung Wildwechsel“ wird an besonders stark genutzten Passagen aufgestellt. Kommt es zum Unfall, wissen viele Autofahrer jedoch nicht, wie sie sich verhalten sollen.

Grundregeln im Falle eines Wildunfalles:

Unverzüglich anhalten!
Unfallstelle mit dem Warndreieck absichern und Warnweste anziehen!
Sofern gefahrlos möglich, muss überfahrenes Wild von der Fahrbahn entfernt werden, um den nachfolgenden Verkehr nicht zu gefährden (Handschuhe).
Fahrzeug beiseite fahren und Unfallstelle markieren (die Polizei führt bei Wildunfällen keine Beweisaufnahme).
Unverzüglich die Polizei (Tel. 110) benachrichtigen - selbst wenn kein Schaden am Fahrzeug entstanden ist, damit das verletzte Wild aufgespürt werden kann.
Wildunfall schnellstmöglich für die Schadensabwicklung mit der Kaskoversicherung durch eine Unfallmeldung bestätigen lassen. Die Bescheinigung ist bei der Polizei oder beim jeweiligen Jagdausübungsberechtigten erhältlich. Dies kann der Jagdpächter oder im Fall der staatlichen Eigenjagd die Forstbehörde sein.
Das verletzte oder tote Wild nicht mitnehmen, das wäre Wilderei und somit strafbar.