Natura2000-Gebiete im Wald

Lebensräume von Tieren und Pflanzen kennen keine Landesgrenzen. Auch ihre Gefährdung ist international. Der gemeinsame Schutz von Natur und Umwelt auf europäischer bzw. internationaler Ebene ist daher unabdingbar. Die Staaten der Europäischen Union haben aus diesem Grund die Naturschutzkonzeption Natura2000 beschlossen. Ihr Ziel ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt für zukünftige Generationen in Europa.

Natura 2000 ist eine europäische Naturschutzkonzeption auf Grundlage der EG-Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 1979 und der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) aus dem Jahr 1992. Die Staaten der Europäischen Union haben sich damit die Erhaltung der biologischen Vielfalt zum Ziel gesetzt und den Aufbau eines umfassenden Netzes von Schutzgebieten beschlossen.

Dem besonderen Schutz im Wald unterliegen Tierarten wie z.B. Spechte, Eulen, Fledermäuse, Amphibien oder seltene holzbrütende Käfer. Hinzu kommen sogenannte „Lebensraumtypen“ wie beispielsweise Hainsimsen-Buchenwälder, Orchideen-Buchenwälder oder Schlucht- und Hangmischwälder.

Vom Biber gefällter Baum im Eselsburger Tal

Märzenbecherblüte in den Schluchtwäldern des Eselsburger Tales

Folgende FFH-Gebiete liegen komplett oder teilweise im Landkreis Heidenheim:

1. FFH-Gebiet 7225-341 „Albuchwiesen“
2. FFH-Gebiet 7226-341 „Heiden und Wälder nördlich von Heidenheim“
3. FFH-Gebiet 7327-341 „Härtsfeld“
4. FFH-Gebiet 7325-341 „Steinheimer Becken“
5. FFH-Gebiet 7426-341 „Hungerbrunnen-, Sacken- und Lonetal“
6. FFH-Gebiet 7427-341 „Giengener Alb und Eselsburger Tal

Folgende Vogelschutzgebiete liegen komplett oder teilweise im Landkreis Heidenheim:

1. Vogelschutzgebiet 7226-441 „Albuch“
2. Vogelschutzgebiet 7327-441 „Eselsburger Tal“

Die Bewirtschaftung dieser Flächen unterliegt gewissen Restriktionen, die in Managementplänen unter Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit erarbeitet werden.