Holzkompetenz

Die drei Landkreise Heidenheim, Ostalbkreis und Schwäbisch Hall zeichnen sich durch landesweit herausragende Kennzahlen der Forst- und Holzbranchen aus. Hervorstechend sind hierbei die in der Raumschaft bestehende Sägewerksdichte sowie der im landesweiten Vergleich hohe Anteil an kleinparzelliertem Privatwald. Alle drei Landkreise verfügen zudem über ein großes und breites Forst-Holz-Leistungsspektrum, welches von der traditionellen Forstwirtschaft über die Holzbe- und Holzverarbeitung bis zum holzrelevanten Maschinenbau reicht. Um diese Kompetenzen zukünftig weiter auszubauen und die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Forst- und Holzbranche nachhaltig zu steigern, schlossen sich die Landkreise unter Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg (WiRO) für das Projekt Holzkompetenz³ zusammen. Mit der Unterstützung der Betriebe im Forst- und Holz-Sektor soll nicht nur zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation dieser Betriebe beigetragen, sondern auch der Ländliche Raum gestärkt werden.

Holz

Konkrete Handlungsansätze zur Stärkung der Wertschöpfungsketten und Steigerung der Effizienz in der Forst- und Holzbranche der Region gibt es bereits. Sie basieren auf den Ergebnissen der Studie Holzkompetenz³, die die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) im November 2010 stellvertretend für die Landkreise Heidenheim, Ostalb und Schwäbisch Hall ausgeschrieben hat und die 2012 veröffentlicht wurde. Die Studie wurde durch das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz unterstützt und mit EU-Mitteln gefördert. Sie gibt Aufschluss darüber, wo die Stärken und Schwächen der drei Landkreise liegen und wie die Position als Holzkompetenzzentrum ausgebaut werden kann. Die Regionalstudie finden Sie unter Publikationen.

Eine Empfehlung aus dieser Studie ist die Veranstaltung eines regionalen Holzbautags, bei welchem private und öffentliche Bauherren, Entscheidungsträger, Architekten, Tragwerksplaner und sonstige relevante Akteure zusammengebraucht und über die Chancen und Potenziale des Baustoffes Holz informiert werden. Diese Veranstaltungsreihe findet nun seit 2012 jährlich statt und wurde 2017 im Wettbewerb HolzProKlima des Landes Baden Württemberg mit dem Sonderpreis des Landes ausgezeichnet.
Weitere konkrete Handlungsansätze bestehen darin, die Potenziale der Holzmobilisierung im Kleinprivatwald besser zu nutzen, um das nachhaltig nutzbare Holzvolumen auszuschöpfen. Wichtige Felder sind zudem etwa die Verbesserung der Holztransportlogistik insbesondere für den Rundholztransport mit einem Schwerpunkt im Kleinprivatwald, die Ausschöpfung der nachhaltig nutzbaren Potenziale beim Wald- und Sägerestholz oder die Produktausweitung in der Sägeindustrie, wo neue Produkte aus Laubholz die regionale Wertschöpfung verbessern könnten.

Die Aktivitäten sind eingebettet in das Cluster www.cluster-forstholz-bw.de.