Projekt der Bio-Botschafter*innen nach drei Jahren erfolgreich beendet

Nach drei Jahren intensiver und erfolgreicher Arbeit im Projekt Bio-Botschafter*innen endete die Projektförderung im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) im Juli 2026. Mit dem Abschluss des dreijährigen Projekts der Bio-Botschafter*innen blicken die Beteiligten, Junges Bioland e. V. und der Landkreis Heidenheim, auf eine spannende Zeit zurück und ziehen eine positive Bilanz.

Was im Landkreis Heidenheim 2023 ganz klein begann, hat sich inzwischen zu einem zukunftsweisenden Informations- und Vernetzungsformat für den Ökolandbau entwickelt, sodass das Projekt heute in mehreren Regionen Süddeutschlands verankert ist und weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist.

Landrat Peter Polta dazu: „Mit dem Projekt Bio-Botschafter*innen übernimmt der Landkreis Heidenheim Verantwortung für die Zukunft unserer Landwirtschaft. Während unsere Bio-Musterregion die bestehenden Strukturen im Ökolandbau stärkt und weiterentwickelt, setzt das Projekt Bio-Botschafter*innen bereits bei der Ausbildung an und setzt hier Impulse für mehr Ökolandbau. Dass dieser Ansatz inzwischen auch in vielen anderen Landkreisen Anklang findet, zeigt: Wir gehen hier den richtigen Weg.“

Im Mittelpunkt des Projekts stehen der Austausch und die Weitergabe von Erfahrung: Junge Landwirte vermitteln als Bio-Botschafter*innen die Themen des ökologischen Landbaus praxisnah und auf Augenhöhe an Auszubildende auf Bio-Betrieben. Die behandelten Themen reichen von Bodenfruchtbarkeit über Tierhaltung, Biodiversität, Agrartechnik, Kreislaufwirtschaft sowie regionale Wertschöpfungsketten bis hin zu Finanzen und Förderungen. Im Laufe des Projekts ist das Team der Bio-Botschafter*innen auf rund 40 engagierte junge Landwirt*innen angewachsen.

Da der Landkreis Heidenheim über keine eigene landwirtschaftliche Berufsschule verfügt, kamen die Schülerinnen und Schüler der Valckenburgschule Ulm und der Justus-von-Liebig-Schule aus Aalen zu den Praxistagen auf Biohöfe nach Heidenheim. Besonders mit Ulm hat sich über die Jahre eine feste Kooperation entwickelt. Frau Riecke, Lehrerin der Valckenburgschule Ulm, die das Projekt bereits seit der Pilotphase begleitet, betont: „Das Projekt schafft einen besonders wertvollen Bezug zwischen Unterricht und Praxis, zudem werden biologische Zusammenhänge für die Schülerinnen und Schüler direkt erlebbar gemacht. Die Bio-Botschafter*innen überzeugen dabei durch ihre hohe Fachkompetenz, ihr großes Engagement und ihre Begeisterung. Zusammen mit der hervorragenden Organisation war jeder Praxistag ein rundum gelungenes Erlebnis und ein großer Gewinn.“

Doch nicht nur in Heidenheim haben in den vergangenen Jahren Praxistage stattgefunden, bei denen die Bio-Botschafter*innen ihr Wissen praxisnah und dialogorientiert an die angehenden Landwirtinnen und Landwirte weitergegeben haben. Insgesamt durften bereits 330 Auszubildende an 14 Praxistagen teilnehmen. Diese fanden neben dem Landkreis Heidenheim auch in Würzburg, Ansbach, Schweinfurt, dem Oberallgäu und dem Alb-Donau-Kreis statt. Das Projekt Bio-Botschafter*innen ist also inzwischen weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Umso erfreulicher ist es, dass das Projekt für eine Anschlussfinanzierung durch die Heidehof-Stiftung und die Rapunzel-Stiftung ausgewählt wurde. Bis Mitte 2028 kann das Erfolgsprojekt also weitergeführt werden. Auch wenn der Landkreis Heidenheim nun als offizieller Verbundpartner ausscheidet, wird das Projekt dem Landkreis auch über die nächsten Jahre hinweg erhalten bleiben.

Die Bio-Botschafter stehen in einem Stall umgeben von Kühen und den Schriftzug "3 Jahre Bio-Botschafter" hoch.
Tobias Hornung: Die Bio-Botschafter*innen freuen sich darüber, dass das Projekt bereits seit drei Jahren besteht.

Kontakt

Herr Tobias Mayer
Felsenstraße 36 (Haus A)
89518 Heidenheim an der Brenz
Telefon 07321 321-2297
Fax 07321 321-2211
Frau Rebecca Hummler
Felsenstraße 36 (Haus A)
89518 Heidenheim an der Brenz
Telefon 07321 321-2202
Fax 07321 321-2211