Jugenddialog 3.0 im Landkreis Heidenheim
Jugendliche setzen sich mit Verwaltungsabläufen und Verteilung öffentlicher Gelder auseinander
Bereits zum dritten Mal hat Landrat Peter Polta Vertreterinnen und Vertreter der Schülermitverantwortung (SMV) der weiterführenden Schulen im Landkreis Heidenheim zu einem Jugenddialog eingeladen. Dieser fand am 3. November 2026 im Digital Innovation Lab (DigiLab) des Neubaus der DHBW Heidenheim statt. Im Rahmen seiner Begrüßung verdeutlichte Landrat Polta: „Die Etablierung dieses Dialogformats ist ein wichtiger Bestandteil kontinuierlicher Jugendbeteiligung auf Kreisebene. Wir legen großen Wert darauf, dass die jungen Menschen sich gehört fühlen und die Möglichkeit haben, einen Einblick in die lokalen demokratischen Strukturen zu erhalten.“
Um diese nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erfahrbar zu machen, stellte die Geschäftsstelle Kreistag des Landratsamtes Heidenheim beim diesjährigen Jugenddialog zunächst die Grundlagen der Gremienarbeit und die Abläufe politischer Entscheidungsprozesse vor. Anschließend wendeten die Schülerinnen und Schüler das Gelernte in einem Planspiel an. Im Mittelpunkt stand dabei die Verteilung öffentlicher Finanzmittel. Die Teilnehmenden teilten sich in zwei Gruppen auf und übernahmen jeweils die Rollen der Verwaltung oder des politischen Gremiums. Sie entschieden fiktiv über die prozentuale Verteilung von Geldern auf die verschiedenen Bereiche. Dabei galt es, unterschiedliche Interessen abzuwägen, Prioritäten festzulegen und die eigenen Vorschläge zu begründen. Die Ergebnisse wurden in einer anschließenden fiktiven Gremiensitzung diskutiert. Landrat Peter Polta erläuterte außerdem, wie entsprechende Ausschuss- und Kreistagssitzungen in der Praxis ablaufen und welche Aufgaben Verwaltung und Gremien bei der Vorbereitung und Entscheidungsfindung übernehmen.
Zum Abschluss besichtigten die Jugendlichen die Zukunftsakademie Heidenheim (ZAK), die ebenfalls in den neuen Räumlichkeiten der DHBW untergebracht ist. Einrichtungen wie die ZAK und das DigiLab stehen beispielhaft für die Förderung von Bildung und Innovation, was den Bezug zwischen den zuvor behandelten Entscheidungsprozessen und den Investitionen des Landkreises in Bildungsangebote veranschaulichte.
176/2026

